Wie ich meine Kreativität als Texterin fand und lieben lernte
Morgendliches Schreiben - ohne Druck, ohne Kritik, ohne Filter - hilft mir, meine Kreativität zu aktivieren. Dahinter steckt ein Prozess: Ich bringe alles aus dem Kopf auf´s Papier, lerne meinen inneren Kritiker für den Moment stumm zu stellen und ebne den Weg für meinen kreativen Flow.
Transformiere limitierende Glaubenssätze und entfalte Deine schöpferische Kraft
Lange habe ich geglaubt, nicht kreativ zu sein. Durch den Vergleich mit anderen, zum Beispiel auf Social Media, hatte ich das Gefühl, dass meine Inhalte allen anderen hinterherhinken. Der Druck, kreative Ideen beim Schreiben zu haben, wurde immer größer und blockierte mich immer mehr. Doch eines Tages stellte ich mir Fragen wie diese:
Was bedeutet Kreativität überhaupt?
Warum glaube ich, unkreativ zu sein?
Und – stimmt das wirklich?
Die Antworten auf meine Fragen waren wertvolle Schlüssel. So habe ich meine limitierenden Glaubenssätze schrittweise loslassen können.
„Alle anderen sind kreativ – nur ich nicht.
Was ich schreibe, interessiert doch niemanden.
Meine Gedanken wiederholen nur das, was schon jemand anderes gesagt hat.“
Schon mal gehört?
Ein kleiner Auszug aus meinen Gedanken des letzten Jahres. Das Jahr, in dem ich mich selbstständig gemacht habe und unerwarteten Herausforderungen gegenüberstand. Zu Beginn meiner Ausbildung zur Werbetexterin hieß es: „Das hat wenig mit Kreativität zu tun. Eher folgen Werbetexte einem schematischen Aufbau.“
Ja – das stimmt zu einem großen Teil. Dennoch liegt die Hauptaufgabe eines Texters darin, zu denken:
Bekanntes auf neue Weise zu betrachten und zu beschreiben
Neue Perspektiven formen
Neue Wege denken
Und das alles bedeutet kreatives Schaffen! Eigentlich war ich schon eine ganze Zeit lang kreativ tätig.
Doch warum fühlte ich mich trotzdem so blockiert?
Meine eigene Bedeutung von Kreativität
Ich hatte ein verzerrtes Bild von der Bedeutung des Wortes „Kreativität“. In meiner Welt galten Menschen wie diese als kreativ: Musiker, Maler, Autoren, Köche, Bildhauer, Schmuckhersteller, Gärtner, Floristen, and so on.
Aber ich? Als Texterin? Und generell? Pff.
(Ich weiß ja nicht, ob es Dir auffällt: Autoren galten in meinem Kopf durchaus als kreativ schaffende Menschen, aber mich selbst als Texterin zählte ich längst nicht dazu. Lesley, merkste selber gell.)
Dann habe ich meinen Business-Kollegen ChatGPT gefragt (ja, für solche Fälle ist er/sie/es wirklich Gold wert).
Etwa so: „Warum glaube ich, dass ich nicht kreativ bin? Was steckt dahinter?“
Darauf die Antwort: „Weißt Du was? Das ist nicht Deine wahre Melodie. Du hast La La Writing gegründet und entwickelst ständig neue kreative Angebote und schreibst Texte, die andere inspirieren und berühren. Das IST Kreativität – und zwar in seiner reinsten Form.“
Der „innere Kritiker“ – größter Gegenspieler der Kreativität
Warum habe ich also laaaaange, lange Zeit gedacht, ich sei der unkreativste Mensch auf Erden?
Wegen meines inneren Kritikers.
Ich habe es verlernt, vermieden und verdrängt kreativ zu sein. Mein künstlerisches Ich war einfach weg. Nicht mehr da und überlagert von kritischen der kritischen Stimme in meinem Kopf. Was genau ist diese Stimme und wo kommt sie her?
Der innere Kritiker ist einer der größten „Gegenspieler“ der Kreativität. Während Kreativität freies Denken, Experimentieren und das Zulassen von Fehlern erfordert, ist der innere Kritiker oft darauf aus, diese Prozesse zu blockieren. Er ist die Stimme, die zweifelt, beurteilt und infrage stellt, ob das, was Du machst, „gut genug“ ist.
Wie der „innere Kritiker“ die Kreativität beeinflusst:
Perfektionismus:
Der innere Kritiker verlangt oft Perfektion von Anfang an, was dazu führt, dass kreative Ideen nie das Licht der Welt erblicken.
Beispiel: „Dieser Text ist nicht originell genug – fang besser gar nicht erst an.“
Angst vor Ablehnung:
Er erinnert Dich ständig daran, was andere denken könnten: „Was, wenn niemand das mag? Was denken die dann über mich?“
Diese Angst blockiert den freien Fluss von Ideen.
Vergleich mit anderen:
Der innere Kritiker setzt Dich unter Druck, indem er Dich mit anderen vergleicht: „Die machen das viel besser als Du.“
Fehler verteufeln:
Kreativität lebt von Experimenten und Fehlern, aber der Kritiker sagt: „Das ist peinlich, hör lieber auf.“
Ideen im Keim ersticken:
Oft urteilt der innere Kritiker schon über die Idee, bevor Du sie weiterentwickeln kannst: „Das klingt lächerlich, das wird nie funktionieren.“
Warum der innere Kritiker existiert:
Der innere Kritiker hat eine Schutzfunktion. Ursprünglich möchte er Dich und mich vor Schmerz, Ablehnung und Versagen bewahren. Wissenschaft und Psychologie haben herausgefunden, dass diese kritische innere Stimme wahrscheinlich in unserer Kindheit oder durch frühere Erfahrungen geprägt wurde.
Eine Phase, in der Kritik oder Zurückweisung eine Rolle spielten.
Beispiel: Du hast als Kind ein Bild gemalt, und jemand sagte: „Das sieht aber komisch aus.“ Dein innerer Kritiker speichert das ab und warnt Dich heute: „Zeig das bloß niemandem.“
Unsere ersten Lebensjahre auf dieser Welt entscheiden über unseren weiteren Werdegang.
ABER: Du hast immer noch selbst das Ruder in der Hand.
Du bist mächtig und kannst diese kritische Stimme leiser stellen und ihr neue Worte in den Mund legen. Du kannst entscheiden, wann Du den Rat des Kritikers benötigst und wann nicht.
„Stellen Sie sich Ihren Zensor als eine giftige Schlange vor, die durch Ihren Garten Eden der Kreativität schleicht [...]. Wenn Ihnen das Bild von der Schlange nicht zusagt, dann finden Sie ein anderes für Ihren Zensor. Malen Sie ihn und streichen Sie ihn mit einem dicken X aus.“
Wie Du den inneren Kritiker mit Kreativität in Einklang bringen kannst:
Erkenne ihn an:
Statt gegen den inneren Kritiker zu kämpfen, sieh ihn als Teil von Dir, der Dich beschützen möchte.
Sage: „Danke, dass Du mich warnen willst, aber ich habe das hier unter Kontrolle.“
Trenne Idee und Bewertung:
Beim kreativen Prozess gibt es zwei Phasen:
Ideenfindung: Frei und ungefiltert.
Bewertung: Der innere Kritiker darf später Feedback geben, nicht während der Ideenfindung.
Setze ihn auf Pause:
Gib dem Kritiker einen symbolischen Platz, z. B. einen imaginären Stuhl. Lass ihn zuschauen, aber nicht mitreden.
Fehler umarmen:
Sage Dir: „Fehler sind Teil des Prozesses. Ohne sie gibt es keine Kreativität.“
Kleine Schritte machen:
Schreibe, male oder arbeite ohne Druck, dass das Ergebnis perfekt sein muss. Schaffe kleine „unperfekte“ Dinge und feiere sie.
Die 3 Phasen der Transformation
Du weißt jetzt also, was Dich daran hindert Deine kreative Ader frei fließen zu lassen. Vielleicht erinnerst Du Dich sogar ganz genau an Situationen, die zum Wachstum der wahnsinnig kritischen Stimme in Deinem Kopf beigetragen haben.
Jetzt geht es darum, wie Du ihr den Wind aus den Segeln nimmst und wieder Flow in Deine Kreativität bringst:
Verstehen: Der innere Kritiker mag sich wie ein Feind anfühlen – ist aber genauso ein übervorsichtiger Begleiter, der Dich schützen will.
Loslassen: Sobald Du erkennst, dass diese Stimme aus Deiner Vergangenheit stammt und nicht die Realität widerspiegelt, kannst Du Dich bewusst von ihr distanzieren.
Umwandeln: Durch Selbstmitgefühl und neue Denkmuster kannst Du lernen, den inneren Kritiker in einen unterstützenden inneren Begleiter zu verwandeln.
Puh. Der anstrengende Part ist geschafft. Die Frage, warum wir manchmal blockiert sind und unseren Ideen keinen Raum geben können, ist geklärt.
Jetzt wird es schöner. Versprochen.
Wie steht es um Deine Kreativität? Wenn Du das Gefühl hast, dass eine Blockade Deinen Flow beeinträchtigt, dann probiere mal das: Nimm ein leeres Blatt Papier, Buntstifte und 30 Minuten Zeit. Male einfach drauf los, ohne Druck, ohne Kritik. Spielerisch und mit dem, was Dir in den Sinn kommt. Auf dem Bild siehst Du mein erstes “Kunstwerk”. 😉
(Abzüge und Autogramme gibt´s auf Anfrage. Das ist ein echter Herbrügger.)
Die wahre Bedeutung von Kreativität ✨
Die Definition des Wortes „Kreativität“ von ChatGPT lautet:
„Kreativität ist die Fähigkeit, etwas Neues, Originelles oder Bedeutungsvolles zu erschaffen – sei es in Form von Ideen, Konzepten, Lösungen, Kunst oder anderen Ausdrucksformen. Es ist ein Prozess, bei dem bestehende Elemente auf unkonventionelle Weise miteinander verbunden werden, um etwas Einzigartiges hervorzubringen.“
Das bedeutet im Kern, dass Du jedes Mal, wenn Du
einen neuen Ansatz als Lösung für ein Problem ausprobierst,
eine Geschichte schreibst, die verschiedene Elemente verbindet,
beim Malen ein paar Farben mischst,
einen Text schreibst oder mit Worten Sätze formst,
Deine Gedanken frei fließen lässt,
in einer Situation improvisierst oder aus dem Bauch heraus gestaltest,
irgendetwas erschaffst, das bedeutungsvoll für Dich und/ oder andere ist,
kreativ denkst und eine kreative Tätigkeit ausübst.
Jedes Mal. Wer schöpferisch tätig ist, ist kreativ.
(Englisch für „Schöpfen“ = to create. Spätestens jetzt müsste der Groschen gefallen sein. 🤪)
Kurz gesagt:
Kreativität ist der Mut, die Welt auf Deine eigene Weise zu formen – durch Worte, Taten, Farben oder Gedanken.
Es ist die Freiheit, Deinem Inneren Ausdruck zu verleihen.
Kreativität entsteht, wenn Du Dir erlaubst, frei zu „spielen“, ohne Angst vor dem Urteil Deiner inneren kritischen Stimme.
Ok, ich gebe Dir einen Moment, das zu verarbeiten.
Ich habe vor meinem Laptop gesessen und meine Kinnlade nicht mehr hochbekommen.
Weil es endlich KLICK gemacht hat. Weil ich endlich verstanden habe, dass ich sehr wohl kreativ bin.
Das tat so unfassbar gut.
Kurz nach diesen Erkenntnissen habe ich mir zur weiteren Festigung und Unterstützung ein Buch bestellt:
„Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron.
Die Autorin hat alles, was ich mir über Kreativität erarbeitet hatte, bestärkt, bestätigt und erweitert. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der an seiner schöpferischen Kraft aktiv arbeiten und den Zugang zu freien Gedanken wiederfinden möchte.
Positive Glaubenssätze für Dein neues, kreatives Ich
Auch wenn viele das immer noch belächeln – positive Affirmationen und Glaubenssätze funktionieren wirklich. So habe ich die letzten Monate Schritt für Schritt mein neues Leben als selbstständige Texterin kreiert. Jeden Morgen schreibe ich mir die Sätze auf, die zu meiner aktuellen Situation und meinem Fokus passen.
Noch ein wenig skeptisch? Probiere es doch mal aus. Spiele in Deinem Kopf eine neue Melodie, neue Worte, die einen unterstützenden Sound ergeben.
Meine Empfehlung hast Du definitiv. Falls Dir die Ideen gerade fehlen, hier ein paar Vorschläge:
(Lies Dir die Vorschläge durch und spüre in Dich hinein, welche sich für Dich gerade gut und richtig anfühlen.)
🎵 „Ich bin eine Quelle kreativer Ideen, und meine Einfälle sind wertvoll und einzigartig.“
🎵 „Ich darf frei erschaffen. Mein innerer Kritiker darf zuschauen, aber nicht stören.“
🎵 „Ich bin offen für neue Ideen, und meine Kreativität fließt frei.“
🎵 „Meine Kreativität ist grenzenlos und einzigartig.“
🎵 „Ich lasse mich von meiner Intuition leiten und erschaffe mit Leichtigkeit.“
🎵 „Fehler sind Teil meines kreativen Prozesses, und ich begrüße sie mit Mut.“
🎵 „Ich finde Inspiration in den kleinen Dingen des Lebens.“
🎵 „Meine Kreativität ist eine Gabe, die ich mit Freude teile.“
🎵 „Ich vertraue darauf, dass meine Ideen wertvoll und bedeutungsvoll sind.“
🎵 „Jeder Tag bringt mir neue Möglichkeiten, mich kreativ auszudrücken.“
🎵 „Ich bin mutig genug, meiner eigenen kreativen Stimme zu folgen.“
🎵 „Ich bin eine Quelle von Einfallsreichtum und Inspiration.“
Ich wünsche Dir unglaublich viel Freude und wundervolle neue Erfahrungen auf dem Weg zu Deiner Kreativität.
Schreibe mir gern eine Nachricht an hello@lalawriting.de und berichte, wie Du Dich durch das Dickicht Deiner Glaubenssätze durchkämpfst und die Bahn für Deinen kreativen Flow frei machst.
Ich hoffe, der Artikel gibt Deinen Gedanken eine neue Richtung.
PS: Immer schön groovy bleiben. 💜🎶